Pokern ist sein Leben


Atlantic City, am 21. Februar 2011: Heute ist ein besonderer Tag, denn Andrew "Andy" Amatrudo feiert seinen Geburtstag, wie mittlerweile schon mehr als 100 mal zuvor.
Denn Mr. Amatrudo gehört zum Jahrgang 1909, ist also bereits 102 Jahre alt und gehört zum Kreis der 8 Männer und 37 Frauen in Atlantic City, die 100 Jahre und älter sind.
Seine guten Freunde hat er inzwischen alle überlebt und auch seine Frau ist bereits 1998 gestorben. Seine Familie besteht jetzt noch aus seiner Tochter Lottie, mit ihren 74 Jahren auch nicht mehr ganz jung, 5 Enkeln und 3 Urenkeln.
Aber er hat eine zweite Heimat im Casino gefunden und hier widmet er sich ganz seiner großen Liebe: Dem Pokerspiel.

Andrew Amatrudo hat einen festen Tagesablauf. Jeder Tag beginnt mit einem Gebet, in dem er Gott für sein Leben dankt und um Gesundheit bittet. Nach einem guten Frühstück verlässt der ehemalige Friseur aus Philadelphia seine Wohnung im "Best of Life" Appartement-Komplex und begibt sich in das direkt daneben liegende "Trump Taj Mahal Casino Resort".
Während er in seinen vier Wänden wegen der Arthritis in seinen Beinen einen Stock zum Gehen benutzt, legt er die Strecke zu seinem Lieblingscasino in einem Elektromobil zurück.

Hier im Taj Mahal verbringt er seinen Tag am Pokertisch.
Andrew Amatrudo spielt ausschließlich Stud Poker mit kleinen Einsätzen und trinkt dabei gern ein Bud light. Er sei ein guter Spieler, sagen seine Gegner. Einer, der sich nicht aus der Ruhe bringen ließe, immer cool bliebe.
Eine weitere Eigenheit von ihm ist, dass er nie anders als korrekt gekleidet im Casino auftauchen würde. Er würde nicht ohne Jackett oder in Turnschuhen kommen.

Pokern, so meint Andrew Amatrudo, helfe ihm, seinen Verstand zu schärfen und seine Gesundheit zu erhalten. Und die Befunde seines Arztes scheinen ihm recht zu geben: Herz und Blutdruck sind völlig in Ordnung und Medikamente braucht er außer einer Wassertablette gegen die Schwellungen in seinen Beinen auch nicht nehmen.
Er liebt gutes Essen, trinkt Bier oder Wein zu seinen Mahlzeiten und macht sich ansonsten nicht viele Gedanken. Im Casino ist er fast jeden Tag, hier ist er lieber als zu Hause.

Und er ist inzwischen so etwas wie ein Familienmitglied.
Die Casinomitarbeiter machen sich Sorgen um ihn, wenn er mal nicht auftaucht.
Unter diesen Umständen lag es nahe, dass er auch seinen 102. Geburtstag am Pokertisch im Taj Mahal verbrachte, im Kreise seiner Pokerfreunde und mit einer großen Schokoladentorte von der Casinoleitung