Kein Casinogewinn


Mit den bayerischen Spielbanken steht es zurzeit nicht zum Besten. Leider machten neun der bayerischen Spielbanken Millionenverluste und das sehen die Verantwortlichen aus der Politik gar nicht gerne. Diese Verluste bedeuten sinkende Einnahmen in der Steuerkasse und das der Steuerzahler für die Defizite in den Kassen der Spielbanken aufkommen muss. Der Bruttoertrag der bayerischen Spielcasinos im Jahr 2011 sank auf etwas über 65 Millionen Euro. Nur die beiden Spielcasinos in Bad Steben und Bad Füssing konnten schwarze Zahlen schreiben. Doch auch das reicht nicht aus, um die Verluste der neun verlustreichen Casinos in Bayern auszugleichen. Immerhin verzeichnen die Spielbanken in Bayern bereits seit dem Jahr 2008 starke Gewinneinbrüche und es gibt zahlreiche Stimmen, die die Schließung der verlustreichen Casinos befürworten. Natürlich haben einige der bayerischen Spielbanken eine weit zurückreichende Tradition und kaum eine Gemeinde kann es sich leisten, die Arbeitsplätze der Spielbanken zu verlieren. Jedoch müssen sich die Politiker die Frage gefallen lassen, wie lange sie diese verlustreichen Spielcasinos erhalten können, wenn die Verluste nur noch durch das Geld der Steuerzahler ausgeglichen werden können. Immerhin haben die Politiker sowohl eine Verantwortung für die Arbeitsplätze der Angestellten wie auch für die Steuerzahler. Zumal sich ja das Land stark in eine Kampagne gegen die Spielsucht eingebracht hat, um die Zahl der spielsüchtig gewordenen Erwachsenen stark einzuschränken. Darum wäre es widersinnig, die Spielbanken künstlich mit Steuergeldern am Leben zu erhalten, die nur noch rote Zahlen schreiben. Es wird eine organisatorische Neuausrichtung angedacht und diese soll vor allem die Casinos betreffen, die noch Gewinne machen.

Um die Sachsen Anhalts Casinos steht es ebenso nicht zum Besten, da der Insolvenzverwalter das Insolvenzverfahren die Casinos eingeleitet hat. Nachdem die Casinos erst vor kurzem ihre Lizenzen für den Spielbetrieb verloren, war dieser Schritt von den meisten Kennern dieses Geschäftsbereichs erwartet worden. Immerhin konnten mit dem eingestellten Spielbetrieb keine weiteren Einnahmen erwartet werden. Zwar war von einigen Seiten angedacht worden, die Lizenzen für den Spielbetrieb europaweit neu auszuschreiben. Doch das bedeutet auf jeden Fall, der der Spielbetrieb bis mindestens Ende des Jahres 2012 eingestellt bleibt. Die Spielbanken in Magdeburg, Wernigerode und Halle sind bereits im Jahr 2011 wegen ihrer anhaltenden Verluste geschlossen worden. Immerhin mussten ihre Defizite aus der Staatskasse beglichen werden und das mit der Zeit einfach untragbar für die Politiker geworden. Das Innenministerium Sachsen Anhalts hat nun die entsprechenden Konsequenzen gezogen und den restlichen Spielbanken ebenfalls die Lizenzen zu entzogen, um das Insolvenzverfahren einläuten zu können. Das Ziel der Politiker ist es vor allem, in Europa einen neuen Betreiber für die Spielbanken in Sachsen Anhalt zu finden. Dieser finanzstarke Partner soll neuen Schwung in die Spielcasinos bringen, damit das Land wieder Gewinne statt andauernder Verluste aus den Spielbanken in Sachsen Anhalt erwarten kann. Nichts Gutes bedeutet das Insolvenzverfahren für die 90 Angestellten der Spielbanken Sachsen Anhalts. Sie fürchten mit Recht um ihre Arbeitsplätze. Da sich während der Eröffnung des vorläufigen Insolvenzverfahrens vor neun Monaten inzwischen sogar ein Kaufinteressent gemeldet hat, hoffen die Angestellten und der Insolvenzverwalter, dass es zu keinen Entlassungen kommen muss. Trotzdem muss der Kaufinteressent sehr genau geprüft werden, bevor mit ihm Gespräche aufgenommen werden können.